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Das Sternbild Großer Bär

Das Sternbild Großer Bär (Ursa Major) ist das drittgrößte Sternbild. Sternbild Großer BärDer Bär ist nur mit sehr viel Phantasie zu erkennen. Sehr einfach hingegen ist es, einen Teil des Sternbildes Großer Bär zu finden: den Großen Wagen. Er besteht aus sieben helleren Sternen, von denen drei die Deichsel und die restlichen den Kasten des Wagens bilden und bedeckt einen Großteil des Nordhimmels.


Das gesamte Sternbild ist in unseren Breiten zirkumpolar, d.h. es verschwindet nie unter dem Horizont und ist daher das gesamte Jahr über, die ganze Nacht hindurch zu sehen. Bedeutend ist dieses Sternbild auch als Himmelswegweiser: Verlängert man z.B. den Abstand der hinteren beiden Kastensterne fünfmal nach oben, so gelangt man zum Polarstern.


Als "altes" und auffälliges Sternbild bekamen die Hauptsterne schon vor vielen Jahrhunderten von arabischen Astronomen je einen Eigennamen zugewiesen. Die Namen lauten: (von der vorderen Deichsel zu den hinteren Kastensternen) Benetnasch, Mizar, Alioth, Megrez, Phekda, Merak und Dubhe.

Mythologischer Hintergrund
Sternbild Großer Bär Nach den Überlieferungen der griechischen Mythologie sah der Göttervater Zeus eines Tages ein wunderschönes Mädchen, die Nymphe Kallisto, und verliebte sich in sie. Aber Kallisto gehörte zu den Jungfrauen im Gefolge der jungfräulichen Göttin der Jagd, Diana. Um sich nun Kallisto nähern zu können, ohne ihr Mißtrauen zu wecken, näherte sich Zeus ihr in der Gestalt von Diana. Auf diese Weise getäuscht, konnte er Kallisto überwältigen und ihr die Unschuld rauben. Sobald Diana sah, was geschehen war, Kallisto war ganz offensichtlich schwanger, das erkannte Diana als sie mit ihrem Gefolge ein Bad nahm, schickte sie Kallisto fort. Schlimmer jedoch war, dass inzwischen auch Hera, die Gemahlin des Zeus, von Kallisto und ihrem neugeborenen Sohn Arkas gehört hatte. In ihrem Ärger und ihrer Eifersucht verwandelte sie Kallisto in einen Bären.


Jahre später traf Kallisto, noch immer in der Gestalt eines Bären, ihren Sohn Arkas, der sie jedoch natürlich nicht erkannte. In seiner Angst, versuchte er dieses Tier zu töten, aber bevor Sternbild Großer Wagengeschehen konnte, dass der Sohn die Mutter tötet, entführte Zeus beide und gab ihnen einen Platz unter den Sternen und machte sie zu zwei benachbarten Sternbildern. Als Hera ihre Rivalin unter den Sternen funkeln sah, wurde sie fürchterlich wütend; sie wandte sich hinab zu dem Ozean, zu Okeanos und Tethys und klagte beiden ihr Leid. Sie erbat sich einen Gefallen, nämlich, dass der Bär niemals das Wasser erreichen könne, um sich zu erfrischen. Und tatsächlich berührt in den nördlichen Breiten das Sternbild des Großen Bären niemals das Meer.


Diese Geschichte findet man z.B. in den "Metamorphosen, Buch II" des römischen Dichters Ovid (Publius Ovidius Naso, 43 v.Chr. bis 17 n.Chr.).


Interessanterweise spricht er von den 'sieben Sternen' des Bären. Daraus kann man folgern, dass in jenen Zeiten lediglich die sieben Sterne, die heute den Großen Wagens bilden, dieses Sternbild formten. Obwohl man auch heute noch diese Gruppe als den Großen Bären bezeichnet, ist dieses Sternbild doch ein wenig weiter ausgedehnt.


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Pfadfinderschaft Grauer Reiter Stamm Großer Bär, Obersteiner Weg 14, 40229 Düsseldorf